Cyber-Attacken-Grösster Angriff in der Geschichte

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Security-Experten der Softwarefirma McAfee haben eine der grössten Serien von zusammenhängenden Cyber-Angriffen in der Geschichte entdeckt. 72 Organisationen, Regierungsstellen und Unternehmen sollen von Malware infiltriert und ausspioniert worden sein, teilweise über Monate, teilweise über Jahre hinweg.

 

Die Angriffe, die laut einem Blog-Eintrag unterschiedlich lange unentdeckt blieben, stellen den „größten illegalen Datentransfer in der Geschichte“ dar. Das schrieb McAfees Vizepräsident des Threat Center, Dmitri Alperovitch, in dem Blog. Die Vereinten Nationen sollen etwa seit 2008 mehr als zwei Jahre lang einen digitalen Spion im Sekretariats-Rechner gehabt haben, der eine Unmenge von geheimen Daten zu sehen bekommen haben könnte.

 

Ein einzelner, staatlicher Akteur

 

Zu dem politischen und sicherheitspolitischen Schaden gesellen sich mögliche wirtschaftliche Schäden in einer Höhe, die nicht abzuschätzen sei. Beispielsweise könnte ein Großkunde Preise drücken, ein Konkurrent einen Vertrag schneller und besser abschliessen, ein Unternehmen die Konkurrenz mit geklauten Ideen schlagen – wenn sie geheime Informationen und Strategien kennen. Die Angriffe wurden von McAfee unter der Bezeichnung „Operation Shady RAT“ zusammengefasst, sie sollen bis ins Jahr 2006 zurückreichen.

 

Insgesamt seien die konzertierten Angriffe über fünf Jahre hinweg erfolgt, die Opfer seien auf staatlicher Ebene die USA, Taiwan, Indien, Südkorea, Vietnam, Kanada, der Verband der Südostasiatischer Nationen (ASEAN), das internationale olympische Komitee (IOC), die Welt-Anti-Doping-Agentur, eine Reihe privater Unternehmen aus verschiedenen Sparten und eben die UNO gewesen. Nach Angaben von McAfee soll ein Staat dahinter stecken, ohne in Details zu gehen, fiel in dem Zusammenhang der Name China. McAfee hat den Report augenscheinlich auf der sicherheitsrelevanten Black Hat Conference vorgestellt, die gestern endete.

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