Kein iPhone 5 dafür aber das iPhone 4S

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Das nächste Apple-Smartphone heißt iPhone 4S. Nach langem Warten stellte es der neue CEO von Apple, Tim Cook, am gestrigen Abend in Kalifornien vor. Der Verkauf startet am 28. Oktober in der Schweiz. Im Zentrum der Präsentation stand vor allem das Innenleben des iPhone 4S und die Features des Betriebssystems iOS 5.

 

iOS 5: Die neuen Features

Bleiben wir gleich beim neuen Betriebssystem iOS 5 und seinen zahlreichen frischen Features. Darunter befindet sich beispielsweise ein iMessenger, mit dem Sie kostenlose via WLAN oder 3G Nachrichten an andere iGeräte-Besitzer verschicken. Neu ist auch die Newsstand-App, eine Art Hub für Zeitschriften. Der neue „Reader“ speichert den Inhalt von Webseiten, um ihn dann via iTunes zu synchronisieren. Sie können die Inhalte später sogar offline lesen. Ein komplett neues Feature ist „Family & Friends“. Nach vorheriger Zusage lokalisieren Sie mit dieser App die Position eines anderen iOS-Geräts. Der Clou: Eine Zusage kann auch nur für wenige Stunden gelten. iOS 5 wird ab dem 12. Oktober erhältlich sein.

 

iPhone 4S: Aussehen

Eine herbe Enttäuschung: Design, Display, Formfaktor und physische Bedienelemente des neuen Apple-Smartphones haben sich gegenüber dem alten iPhone 4 nicht verändert. Das bedeutet, das iPhone 4S besitzt ein 3,5 Zoll großes Retina-Display mit einer Auflösung von 960 x 640 Pixel und einen Glasrücken. Immerhin wurden nun zwei Antennen integriert, um das berüchtigte „Antennagate“-Empfangsproblem zu vermeiden.

iPhone 4S: Hardware

Im Vergleich zum unveränderten Design ist das Innenleben des iPhone 4S deutlich spannender. Apple spendiert dem Prozessor ein dickes Upgrade. Im iPhone 4S arbeitet jetzt der aus dem iPad 2 bekannte A5-Prozessor. Dabei handelt es sich um eine Dual-Core-CPU, die laut Apple doppelt so schnell arbeitet und eine siebenfach bessere Grafikleistung bietet als die des iPhone 4. Down- und Uploadspeed beim Surfen wurden ebenfalls verbessert. Eine maximal mögliche Geschwindigkeit von 5,8 MBit pro Sekunde beim Uplink und 14,4 MBit pro Sekunde beim Download stehen jetzt auf dem iPhone-4S-Ausstattungszettel.

Auch die Gerüchte um das „Welt-Phone“ haben sich bewahrheitet. Das iPhone 4S unterstützt sowohl CDMA, als auch GSM. Zusätzlich wurde dem 4S eine neue Kamera spendiert. Diese knipst jetzt mit 8 Megapixel und kann das Licht besser ausnutzen. Der zugehörige Camcorder nimmt Videos mit Full-HD (1080p) auf.

 

iPhone 4S: Killer-Features?

iOS 5 und die verbesserte Hardware sind jedoch nicht die einzigen Neuerungen des iPhone 4S. Ein vielversprechendes Feature ist das Air-Play-Mirroring. Laut Apple soll es möglich sein, das Display des iPhone 4S – beispielsweise beim Gaming – auf einem Fernseher zu spiegeln. Dies soll mit oder ohne Kabel funktionieren. Welche Voraussetzungen das TV-Gerät erfüllen muss, hat Apple jedoch nicht verraten.

Ein wahres „Killer-Feature“ könnte die „Siri“ genannte Spracherkennung werden. Laut Apple ist das iPhone 4S das erste Smartphone, mit dem man reden kann. Es verrät auf mündliche Anfrage, wo es zur nächsten Burger-Bude geht, wie das Wetter wird und vieles mehr. Auch Textnachrichten können diktiert werden. Das iPhone 4S soll sich dabei im Laufe der Zeit automatisch auf die Stimme seines Besitzers einstellen, um besser und präziser zu reagieren.

Das iPhone 4S wird ab dem 14. Oktober in Deutschland erhältlich sein. Es wird in drei Speichervarianten (16, 32 und 64 GByte) angeboten und in den USA inklusive Vertrag für 199 bis 399 US-Dollar verkauft. Wie die Preise in der Schweiz sein werden, war heute noch nicht bekannt.

Meine Meinung:

Der erhoffte Paukenschlag blieb aus. Apple hat mit dem iPhone 4S ein Smartphone präsentiert, das Features bietet, die die Konkurrenz in vielen Belangen schon längst drauf hat und das in einem halben Jahr auf der Hardware-Seite bereits überholt sein wird: Kein HD-Screen, kein Quad-Core, kein 4-Zoll-Display, kein LTE.

Software stiehlt der Hardware die Show

Etwas Positives gibt es dennoch zu berichten, denn iOS 5 scheint ein richtig geniales mobiles Betriebssystem zu werden. Und gerade das Air-Play-Mirroring und die Sprachsteuerung Siri, die nur auf dem 4S verfügbar sind, könnten das Smartphone in Sachen Funktionalität weit nach vorne bringen, wenn sie denn tatsächlich so funktionieren, wie es der Nutzer will.

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