Battlefiel 3 vs COD MW 3: Wer hat den besseren Knall?

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Die Kriegsspiele „Call of Duty: Modern Warfare 3“ und „Battlefield 3“ verkaufen sich millionenfach. Die meisten Käufer fasziniert vor allem der Online-Modus, der virtuelle Gefechte mit Spielern aus der ganzen Welt ermöglicht. Doch welches Spiel bietet den grösseren Multiplayer-Spass?

„Battlefield 3“ ist ein besserer Wander-Simulator

Wenn es darum geht, im Grabenkampf der Egoshooter Stellung für „Call of Duty: Modern Warfare 3“ (COD) zu beziehen, bin ich mir nicht so ganz sicher was ich sagen soll. Den manche sind der Meinung, dass „COD“ schlicht den besten Mupliplayer-Modus in der Geschichte der Egoshooter besitzt.

Während bei „Battlefield 3“ (BF) ein eher langsames taktisches Vorgehen im Team zielführend ist, gleicht eine Runde „COD“ einem adrenalingeladenen Rausch im Berserker-Modus. Was keinesfalls heissen soll, dass Taktik bei “COD“ keine Rolle spielt: Auch bei „COD“ ist überlegtes Vorgehen kopflosem Anstürmen vorzuziehen. Die Spielgeschwindigkeit ist jedoch ungleich höher als bei „Battlefield 3“. Wo man bei „BF“ während eines herzhaften Gähnens schon mal einen vertrockneten Strauch über die Map rollen sieht, weil weit und breit kein Gegner in Sicht ist, steht bei „COD“ Daueraction auf dem Programm.

Auch liegen die Respawn-Punkte (definierte Bereiche auf der Karte, bei denen man nach dem virtuellen Tod wiederbelebt wird), wesentlich näher am Geschehen, als dies bei der Konkurrenz der Fall ist. So kann es bei „BF“ schon einmal vorkommen, dass man nach dem Respawnen einen Moment damit beschäftigt ist, zurück an die Front zu marschieren – grosses Kino für Leute, die gerne Wander-Simulatoren spielen. Während ein „BF“ Spieler wieder gemächlich zur Front wackelt, habe man in „COD“ bereits wieder die gegnerischen Reihen dezimiert.

„COD“ punktet zudem durch sein motivierendes Belohnungssystem, in welchem man stetig im Rang befördert wird und somit bessere Waffen und Upgrades zur Verfügung gestellt bekommt. Ein Upgrade-System gibt es bei der Konkurrenz zwar auch, aber längst nicht in dieser Perfektion.

Kurz: Bei den beiden Spielen verhält es sich ähnlich wie mit Frauen. Wo „BF“ eher die Freundin ist, bei der man behutsam und sachte vorgehen muss, um zum Ziel zu gelangen, gleicht „COD“ einer Affäre. Man meldet sich an und kommt schnell zum Schuss (die geneigte Leserin möge mir die Analogie an dieser Stelle verzeihen). Vielleicht ist dies ja wirklich eine Altersfrage.

„Battlefield 3“ ist für Männer, „Modern Warfare 3“ für Jungs»

Zugegeben: 9,3 Millionen verkaufte Stück von „Call of Duty: Modern Warfare 3“ allein am ersten Tag sind schwer zu schlagen. Die seit Lancierung von „Battlefield 3“ vor drei Wochen weltweit verkauften 5,8 Millionen Exemplare, wirken dagegen ziemlich mickrig. Eine Aussage über die Qualität ist dies indessen nicht – DJ Bobo hat schliesslich auch Millionen seiner Scheiben verkauft.

Anders formuliert: „Battlefield 3“ steht für Qualität, „Modern Warfare 3“ für Quantität. Am Multiplayer von «Modern Warfare» finden Frischlinge des Lebens Gefallen: Junge Spieler, die sich alleine auf ihre schnelle Reaktionszeit verlassen und adrenalinberauscht wie im aufgescheuchten Hühnerstall kopflos durcheinander rennen, während sie wild auf alles ballern, was sich bewegt. Die Karten sind klein, die Räume eng; wer taktisch denkt, dem wird noch während des Überlegens der Kopf weggepustet. Piff, Paff, Puff, und weg bist du – ein Kinderspiel. Taktik, Geduld und Intelligenz sind für viele «Modern Warfare»-Spieler nebulöse Begriffe.

„Battlefield 3“ verlangt vom Krieger dagegen bedachteres Vorgehen. Das kann bisweilen zwar Geduld erfordern, gerade, wenn sich durchs Visier mehr trockene Büsche als Feinde bewegen. Geweckt wird jedoch der Jägerinstinkt: Man schleicht sich an die Beute und fegt den Feind mit einem gezielten Schuss vom Feld. Zwar wünschte ich mir in «BF 3» ein etwas spendableres Belohnungssystem, handkehrum wird darin auch nicht im Sekundentakt gestorben und respawnt.

Fazit:

Als ich diesen Artikel verfasst habe, habe ich versucht bei keinem Spiel Partei zu ergreifen und ich hoffe, dass es mir gelungen ist. Ich selbst hab für mich einen ganz klaren Favoriten und das ist „Battlefield 3“. Ich hab mir beide Spiele gekauft und auch beide gespielt und muss sagen das „COD“ denn besseren Sound hat und „BF“ die bessere Spielgrafik. Zudem bin ich eher der Teamplayer und bin der Meinung dass in „COD“ das Teamplay fast nicht möglich ist. Ausserdem find ich das „Battlefield 3“ eher ein Game für Männer als für Jungs ist. Dafür spricht auch, dass Electronic Arts konsequent vom Spielplatz ausschliesst, wer cheatet. Kindereien solcher Art werden schlicht nicht geduldet.

 

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