iOS 7 mit neuem Interface

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Apple hat zum Auftakt seiner Entwicklerkonferenz WWDC wie erwartet iOS 7 vorgestellt. Die neue Version zeigt ein neues Benutzerinterface, das ohne Schatten und fast ohne Texturen auskommt. Es berücksichtigt den Betrachtungswinkel des Nutzers.

 

Apples neues mobiles Betriebssystem iOS 7 ist optisch komplett überarbeitet worden. Apple hat alle alten Designelemente, Icons und die Schriften überarbeitet, Schatten beseitigt, Transparenzen eingeführt und der seit 2008 nur marginal überarbeiteten Oberfläche ein neues Gesicht gegeben. Die Neigung des iPhones wird bei der Darstellung der Oberfläche berücksichtigt, was dem Anwender den Eindruck vermittelt, hinter die Icons schauen zu können. Der Login-Bildschirm lässt den alten Slide-Button vermissen. Stattdessen wird zur Seite gescrollt.

Das Benachrichtigungsfenster ist vom Login-Bildschirm aus erreichbar und zeigt wesentlich mehr Informationen als bisher an. Das neue Control-Center ermöglicht den schnellen Zugriff auf die Einstellungen des iOS-Geräts – in jeder App und auch aus dem Login-Bildschirm heraus. So lassen sich Helligkeit, Musikwiedergabe, Netzwerkeinstellungen und Ähnliches verändern.

Multitasking ist in iOS 7 für alle Apps verfügbar – bislang hatte Apple das auf Anwendungen wie die Musikwiedergabe beschränkt. Das Betriebssystem kann so zum Beispiel den Inhalt von Nachrichten-Apps im Hintergrund aktualisieren. Zwischen laufenden Apps kann mit einem Taskmanager umgeschaltet werden, der per Doppelklick auf den Home-Button aufgerufen wird.

 

 

Safari kann geöffnete Tabs nun ähnlich wie Windows Aero Peek wie in einer Mappe darstellen. In der Browser-History wird mit Gesten hin- und hergeschaltet. Die Adresseingabezeile kann auch zur Suche verwendet werden. Die Inhalte der Leseliste werden wie bei Mac OS X 10.9 kontinuierlich als lange Seite angezeigt, durch die der Nutzer scrollen kann.

Die Daten-Austausch-Funktion Airdrop, die bislang Mac OS X vorbehalten war, funktioniert nun auch unter iOS und ermöglicht den Austausch von Daten per WLAN mit anwesenden Nutzern. Das klappt allerdings nur mit dem iPhone 5, dem iPad 4, dem iPad Mini und der 5. Generation des iPod Touch.

Die Foto-App von iOS 7 bietet Filter an und speichert die Bilder zeit- und ortsabhängig in Sammlungen, wobei zwischen Tagen, Monaten und Jahren unterschieden wird, um sie leichter wiederzufinden. Die neue iCloud-Sharing-Funktion ergänzt den bisherigen Fotostream und ermöglicht es Dritten, eigene Bilder gemischt mit Videos einem Album zuzuordnen und zu kommentieren.

Die Spracherkennungs- und Synthesefunktion Siri hat nicht nur ein neues Interface und neue Stimmen erhalten, sondern ermöglicht auch den Zugriff auf weitere iOS-Funktionen. So kann der Anwender per Sprachbefehl die Helligkeit verändern und Bluetooth aktivieren. Wikipedia, Bing und Twitter können durch Siri ebenfalls abgefragt werden.

 

 

Apple will zudem iOS im Auto stärker etablieren und nutzt Siri zur Steuerung der Eyes-Free-Funktion. Damit lassen sich eingehende Nachrichten vorlesen und beantworten, die Navigationsfunktion steuern und die Musikwiedergabe verändern.

Der App Store in iOS lässt dem Benutzer nach Angaben von Apple nun nicht mehr die Wahl, Apps zu aktualisieren oder nicht, sondern übernimmt diese Aufgabe automatisch.

Streaming-Radio für Apple-Nutzer

Mit iTunes Radio hat Apple der Musik-App eine Streaming-Audio-Funktion verpasst. Wer iTunes Match abonniert hat, erhält iTunes Radio werbefrei.

Apple hat einige thematisch orientierte Streams vorbereitet, erlaubt dem Anwender aber zudem eigene Zusammenstellungen, die auch mit Freunden geteilt werden können. Der Nutzer wählt dazu erst einmal die Musikrichtung oder den Band- oder Künstlernamen aus und erhält dann ein vorgefertigtes Programm, in dem er bei Bedarf vorspulen kann. Natürlich lässt sich der aktuelle Song auch vormerken und kaufen. Die History lässt sich nachträglich noch aufrufen – sie wird über alle Geräte des Benutzers hinweg synchronisiert.

Zunächst läuft iTunes Radio unter iOS, iTunes und auf dem Apple TV. Es ist erst einmal nur in den USA erhältlich. Wann die Funktion in Deutschland angeboten wird, ist nicht bekannt.

Für Entwickler soll iOS 7 ab sofort für das iPhone erhältlich sein. Im Herbst 2013 soll es veröffentlicht werden und mit Modellen ab der Gerätegeneration iPhone 4, iPad 2, iPad Mini und dem iPod Touch 5 laufen. Ältere Geräte werden nicht mehr unterstützt.

 

  iOS 7

 

 

 

 

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