Call of Duty – Ghosts: Was versprechen die Missionen

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Zurück zur Linearität: In „Call of Duty – Ghosts“ gibt es anders als in „Black Ops 2“ keine verzweigten Missionsabläufe. Infinity Ward verspricht dennoch einige Überraschungen. (s.h. Video 19 min)

Update (Juli 2013)

Infinity Ward mag es gerade heraus: Anstatt Treyarchs Beispiel aus „Black Ops 2“ zu folgen und Optionen zur Verzweigung der Handlungsstränge einzusetzen, wartet man in „Call of Duty – Ghosts“ lieber mit einem geradlinigen Spielablauf auf. Das verriet Entwickler Mark Rubin im Interview mit einem Fachmagazin. Dennoch werde es Möglichkeiten geben, die Missionen des Spiels zu beeinflussen. So sei es möglich, spezielle Gegenstände einzusammeln, die im späteren Verlauf zusätzliche Herausforderungen freischalten. Ins Detail wollte Rubin laut Bericht nicht gehen. Er bezeichnete das Prinzip als eine Art Easter-Egg, das Dinge öffnet oder auslöst, wenn man es findet. Davon soll es im Spiel mehrere geben. Was genau Infinity Ward da ausheckt, bleibt unklar.

Update (Juli 2013)

Shooter-Fans auf der ganzen Welt blicken sehnsüchtig dem Erscheinen von „Call of Duty – Ghosts“ entgegen. Das weiß auch Activision und lockt Kaufwillige mit der Ankündigung eines Vorbesteller-Bonus. Wer den neuen Ableger der Ballerspiel-Reihe schon vorab ordert, erhält laut offizieller Pressemeldung eine zusätzliche Mehrspielerkarte kostenlos dazu. Die hört auf den Namen „Free Fall“ und setzt Sie in einem kollabierenden Wolkenkratzer aus.

Der soll dynamisch Stück für Stück in sich zusammenfallen und auf diese Weise die Gegebenheiten der Map stetig variieren, Wege versperren, neue Deckungen hervorbringen und alte zerstören. Laut Entwickler Infinity Ward sind die dynamischen Multiplayermaps nur eine von mehreren Innovationen, die man für den Mehrspielermodus von „Call of Duty“ in petto habe.

 

Ursprüngliche Meldung

Kaum zu glauben: Mit „Ghosts“ startet die „Call of Duty“-Reihe bereits zum dritten Mal neu. Den Anfang machte 2009 „Call of Duty 4 – Modern Warfare“, das der Erfolgsserie das ewig gleiche Weltkriegs-Gewand abstreifte, indem es frische, perfekt inszenierte Nahzukunfts-Action bot. Der Feinschliff-Ego-Shooter pumpte so viel Kohle in die Kassen von Hersteller Activision, dass der sich mehr Freiheiten denn je leisten konnte – und diese beim zweiten Abweichen vom altbekannten Pfad auch tatsächlich nutzte.

„Black Ops“ setzte immer noch auf packende Action, legte aber eine ehrgeizige Story und einen pfiffigen Protagonistenwechsel obendrauf. Der direkte Nachfolger „Black Ops 2“, der das Geschehen knapp zwölf Jahre in die Zukunft verlegte, verkaufte sich gut, spaltete aber auch die Community. Vielleicht wagt Activision deshalb mit „Call of Duty – Ghosts“ nun erneut einen anderen Ansatz. Das spielt zwar immer noch in der Zukunft, tauscht seine Supersoldaten jedoch gegen Untergrundkämpfer.

Untergrundkrieg

 

In Santa Monica, Los Angeles, verriet der Infinity-Ward-Mann Daniel Suarez erstmals Details über die Geschichte von „Call of Duty – Ghosts“ – und die sieht ähnlich wie in „Black Ops 2“ nicht gerade rosig aus. Sie begleiten ein Brüderpaar, das etwa fünf Jahre in der Zukunft durch die von einer noch unbekannten Terrormacht besetzten USA streift. Während Zocker da womöglich an THQs Shooter „Homefront“ denken, in dem sich Nordamerika dank Korea im Ausnahmezustand befand, erinnert Cineasten der postapokalyptische Ansatz an das Endzeit-Drama „The Road“. Dort reisten Vater und Sohn durchs amerikanische Ödland und kämpften ums Überleben.

In der Welt von „Ghosts“ raunen sich die Unterdrückten eine Geschichte voller Hoffnung zu: Eine tapfere Untergrundeinheit mit dem mysteriösen Namen Ghosts versucht anscheinend, die Vereinigten Staaten vom Joch der übermächtigen Besatzermacht zu befreien. Das jedoch ist nur eine Legende, gesehen hat die Geisterkrieger niemand – bis jetzt. Denn bald schon treffen die zivilen Brüder auf die bewaffneten Kämpfer – und schließen sich ihnen an.

 

  Call of Duty – Ghosts

 

Profis am Werk

Die Geschichte entstammt übrigens der Feder des US-Drehbuchautors und Regisseurs Stephen Gaghan – der mit den konfliktträchtigen Thrillern „Traffic“ und „Syriana“ bewies, wie man ernste Themen spannend vermittelt. Das fast apokalyptische Setting liegt mit seiner Düsternis voll im Trend: Die Handlung vieler aktueller Actionspiele verläuft abseits der heilen Welt – wie das brutale Coming-of-Age-Drama „Tomb Raider“. Dass „Call of Duty – Ghosts“ abseits von Geschichte und Setting große Experimente macht, ist aber unwahrscheinlich.

Was die lechzenden Shooter-Fans jedoch zweifelsfrei erwartet, dürfte erneut ein fulminantes Actionspektakel mit beeindruckender Technik sein. „It’s ambitious!“ („es ist ambitioniert“), sagt Senior Producer Yale Miller im Interview. Davon zeugte die vorgeführte Echtzeit-Next-Gen-Grafik-Demo jedoch nur bedingt. Die litt nämlich trotz ungewohnt hoher Polygonmengen noch an Kinderkrankheiten wie Pop-ups, einer eher eingeschränkten Sicht und seltsam in den Boden übergehendes Wurzelwerk.

Tauchfahrt

Die anschließend gezeigten Gameplay-Szenen machten das aber wieder wett. Die rund fünfminütige Sequenz überzeugte dank brandneuer Engine mit hervorragender Grafik, die laut Entwickler stets mit den gewohnten 60 Frames läuft. Die Redaktion wurde Zeuge, wie zwei Taucher – vermutlich Mitglieder der Ghosts-Einheit – finstere Gewässer erkundeten. Während sie in der Deckung zerklüfteter Felsen und schwankender Algen in Richtung ihres unbekannten Zieles gleiten, schießen Luftblasen imposant hoch und schwaches Licht bricht durch die Wasseroberfläche. Bunte Fischschwärme weichen den Tauchern verschreckt aus. Besagte Szene nahm Activision als Beispiel, um auf die fortschrittliche KI hinzuweisen – was zu einem Aufschrei in der Community nebst einem amüsanten Videobeitrag führte.

Plötzlich tauchen hoch oben mehrere Boote auf und eine Gruppe anderer Flossenträger gleitet hinab. Die Helden ziehen sich in die schützende Deckung eines Wracks zurück, während ein Tauchfahrzeug gefährlich nahe vorbeizieht. Die Spannung ist spürbar und bedrückend, da nur die Geräusche des Meeres und der Atemgeräte zu hören sind. Schließlich ist alle Vorsicht vergebens, denn die vermeintlichen Ghosts werden entdeckt – und die Hölle bricht los.

Hetzjagd

Parallel zum plötzlich einsetzenden grellen Klang eines Echolots, der dominant durch die Kulisse rauscht, fallen Wasserbomben – die Spannung steigt radikal an. Einem Spießrutenlauf gleich fliehen die Weltenretter, hetzen durch weitere Wracks, während um sie herum dumpf die Sprengkörper einschlagen. Schließlich erreichen sie einen Bereich, in dem bewaffnete Taucher lauern. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen: Die erste Waffe wird gezückt, die ersten Schüsse fallen. Hier bricht die Demo ab und lässt das Publikum staunend und atemlos zurück. Die knisternde Spannung entstand vor allem durch den abrupten Wechsel zwischen bedrohlich-trügerischer Ruhe und der anschließenden Hetz-Action. Von der Sorte gibt es reichlich mehr, so Miller.

Tierfreunde

Konkrete Details zum Gameplay sind kaum bekannt. Einzige Info: Wie in „Fallout 3“ begleitet Sie offenbar ein Schäferhund als Sidekick. Der bespringt Ihre Gegner und erschnüffelt nützliche Items für Sie. Des Ghosts bester Freund nimmt wohl im fertigen Spiel eine wichtige Rolle ein, denn im Interview wollte Activision trotz mehrmaligen Nachhakens kein Wort über ihn verlieren. Die Töle war auch im aktuellen Trailer omnipräsent – sehr verdächtig!

 

Die große Flut

Mindestens ebenso relevant wie die Singleplayer-Kampagne ist für die „Call of Duty“-Reihe (und seine Spieler) der Mehrspielermodus. Diesbezüglich servierte Activision jedoch noch kleinere Infohappen. So gestalten Sie Körper und Köpfe Ihrer Helden frei und statten Sie mit individuellen Masken (bekannt aus dem ersten Trailer) aus. Wirklich interessant ist eine Spielmechanik, die an das Rennspiel „Split/Second“ erinnert: dynamische Maps. Auf den Karten geschieht Zufälliges, das mit den hitzigen Ballereien zusammenspielt. Sie laufen immer wieder in Sprengfallen, eine Flut rauscht über Sie hinweg, Gebäude und Mauern stürzen ein …

Erscheinungstermin „Call of Duty – Ghosts“: 5. November 2013 für PC, PS3 und Xbox 360; Versionen für PS4 und Xbox 720 folgen.

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